Weltweit sind Menschen mobil im Internet unterwegs. So steigt die Zahl der vernetzten Geräte rasant. Im Internet der Dinge werden dann sogar Maschinen miteinander kommunizieren. Um dies zu ermöglichen, ist ein leistungsstarkes Mobilfunknetz notwendig. Dabei gilt die Geschwindigkeit des Mobilfunknetzes als Maßstab für dessen Leistungsfähigkeit. Diese wird oft auch Datenübertragungsrate oder Bandbreite kommuniziert. 5G – Das können Sie erwarten!
Können Sie 5G auch privat nutzen

5G bedeutet gegenüber dem aktuellen LTE-Netz (4G) einen Quantensprung. Waren bisher Übertragungsraten von bis zu 500 Mbit/s (LTE Max bei Vodafone) möglich, sollen künftig bis zu zehn Gbit/s möglich sein. Das wären dann 10.000 Mbit/s, also die zwanzigfache Übertragungsrate.
Aber was bedeutet das? Wollen Sie mit Ihrem DSL-Anschluss eine DVD (4,7 GB) herunterladen, brauchen Sie mit einer durchschnittlichen Bandbreite von 50 Mbit/s etwa 13 Minuten. Mit LTE Max bei Vodafone ist es dann schon nur noch Minutensache. Wollen Sie diese Aktion nun mit einer stabilen 5G-Anbindung erledigen, wird das im Idealfall nur noch vier Sekunden dauern.
Weitere Faktoren, wie die extrem kurze Latenzzeit, erhöhen die Nutzungsmöglichkeiten wesentlich. Latenzzeit ist die Zeitspanne, in der ein Signal eines Endgeräts eine Reaktion auf einem anderen Gerät auslöst. In Laborversuchen wurden hier schon Werte von einer Millisekunde erreicht. Im Vergleich, die Reaktionszeit zwischen unserem Auge und dem Gehirn beträgt ungefähr das Zehnfache. So können Sie sich Vorteile, etwa beim Online-Gaming in Echtzeit, selbst ausmalen. Auch selbst fahrende Autos rücken so deutlich näher.
Wie ist der Stand der Dinge?
Die Deutschen Telekom verkündete im D1-Netz unlängst bereits eine Abdeckung von zwei Dritteln. Mittlerweile ist man aber bereits deutlich weiter. Alle Netzbetreiber haben ihre Netz weitgehend mit 5G versorgt – Ausnahme ist 1&1, da findet der Netzaufbau generell noch statt.
5G-Ausbau in Deutschland – Stand Oktober 2025
| Netzbetreiber | Bevölkerungsabdeckung | Flächenabdeckung | Ausbauaktivitäten (Q3 2025) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Telekom | ca. 99 % | über 90 % | 132 neue Standorte, 533 Erweiterungen | Führend bei 5G SA (Standalone) |
| Vodafone | ca. 95 % | über 85 % | Fokus auf ländliche Regionen und Campusnetze | Starke Industriekooperationen |
| o2 Telefónica | ca. 90 % | rund 80 % | Ausbau entlang Verkehrsachsen und Ballungsräumen | Verdichtung in Städten |
| 1&1 Mobilfunk | im Aufbau | punktuell | Open-RAN-Netz im Testbetrieb, Roaming mit o2 | Eigenes Netz + National Roaming |
🔍 Weitere Entwicklungen
- Gigabitstrategie: Ziel der Bundesregierung ist eine flächendeckende 5G-Versorgung bis 2030.
- Innovative Standorte: Antennen auf Bergen, Bahnhöfen und historischen Gebäuden verbessern die Netzabdeckung.
- 6G-Forschung: Erste Pilotprojekte in Industrie und Forschung gestartet.
Deutschland hat beim 5G-Ausbau in den letzten Monaten deutlich aufgeholt. Die Telekom liegt vorn, während Vodafone und o2 ihre Netze weiter verdichten. 1&1 baut ein eigenes Netz auf Basis von Open-RAN und ergänzt die Versorgung über Roaming. Die nächsten Schritte betreffen vor allem die Netzverdichtung und die Versorgung bislang unterversorgter Regionen.
So kann man 5G bereits nutzen
Um 5G in Deutschland nutzen zu können, benötigt man ein 5G-fähiges Smartphone, einen passenden Mobilfunktarif mit 5G-Zugang und Netzabdeckung am jeweiligen Standort.
Hier sind die Voraussetzungen im Detail:
1. Ein 5G-fähiges Endgerät
- Smartphone oder Router mit 5G-Modem: Das Gerät muss den 5G-Standard unterstützen. Die meisten aktuellen Modelle ab der Mittelklasse (z. B. Samsung Galaxy S21, Xiaomi 13, iPhone 12 und neuer) sind 5G-kompatibel.
- Software-Update: Das Betriebssystem sollte aktuell sein, da manche Anbieter 5G erst mit bestimmten Firmware-Versionen freischalten.
2. Ein Mobilfunktarif mit 5G-Zugang
- 5G-fähiger Tarif: Nicht alle Prepaid- oder Vertragstarife beinhalten automatisch 5G. Viele Anbieter wie Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 bieten 5G in ihren höherwertigen Tarifen an.
- SIM-Karte: In der Regel reicht eine aktuelle LTE-SIM-Karte aus. Bei älteren Karten kann ein Austausch nötig sein.
3. Netzabdeckung am Standort
- 5G-Verfügbarkeit: Der Standort muss vom jeweiligen Anbieter mit 5G versorgt sein. Die Telekom deckt bereits 99 % der Bevölkerung ab
- Netztyp: Es gibt zwei Varianten:
- 5G NSA (Non-Standalone): nutzt LTE als Basis, ist weit verbreitet.
- 5G SA (Standalone): bietet volle 5G-Leistung, aber noch nicht flächendeckend verfügbar.
🔧 Optional: Einstellungen und Aktivierung
- 5G aktivieren: In den Geräteeinstellungen unter „Mobilfunk“ oder „Netzmodus“ muss 5G ausgewählt sein.
- Roaming beachten: Im Ausland ist 5G nicht immer verfügbar oder kann zusätzliche Kosten verursachen.
🛠 Beispielhafte Nutzungsszenarien
- Streaming in hoher Qualität
- Cloud-Gaming
- Echtzeitkommunikation (z. B. Videokonferenzen)
- Industrieanwendungen und Smart City-Dienste
Artikel Update am 16. Oktober 2025 von AFonline Redaktion
- D1 Prepaid Flat: so bekommt man eine günstige Allnet-Flat im Telekom Netz - 23. Oktober 2025
- 5G – Das können Sie erwarten! - 16. Oktober 2025
- O2 Mobile Flat– die neue Tarifgeneration wächst mit - 16. Oktober 2025